Analytische Körperpsychotherapie ist analytische Psychotherapie / Psychoanalyse, die den Körper theoretisch und praktisch integriert. Die Analytische Körperpsychotherapie arbeitet mit der Bedeutung des Körpers in der Übertragung. Ferenczi (1928) vertrat die Ansicht - und setzte sich damit in Widerspruch zu Freud - ,daß es sinnvoll sein kann, Patienten direkt Halt und Struktur anzubieten, was einschließt, daß mütterlich getönte Zuwendung durchaus zur emotionalen Stabilisierung von Patienten, vor allem von Patienten mit Traumatisierungen, beitragen kann. Michael Balint, einer seiner Schüler, und Winnicott entwickelten diese Ansicht weiter. Vieles spricht dafür, daß frühe Affekte in ihrer ursprünglichen Dynamik wiederbelebt werden können, wenn die therapeutische Beziehung auch körperlich erfahrbar wird. Bewegung, Berührung und Körpersprache bedeuten einen erweiterten Dialog in der Übertragung, indem es um die Sinnfindung auch der Körpersprache geht. Schon Balint versuchte, die Symbolik der Bewegung für den therapeutischen Prozess zu nutzen: Das Unbewußte drückt sich in Bewegungen wie in Träumen und Phantasien aus. Günter Heisterkamp, Hans-Joachim Maaz und Tilman Moser sind u.a. in Deutschland Vertreter der Analytischen Körperpsychotherapie, die die traditionelle Psychoanalyse um Konzepte der Selbstbewegung, der Ausdrucksbewegung und der Berührung erweitert haben.